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Fitness Revue - Das online Fitness Magazin - Fitness, Ernährung, Rezepte

Boxen

Eindeutig der bekannteste aller Kampfsportstile.
Beim Boxen messen sich zwei Gegner in derselben Gewichtsklasse unter festgelegten Regeln mit Ihren Fäusten.

Die ersten geschichtlichen Faustkämpfe konnte man bis ins Jahr 3000 v.Chr. in Ägypten zurückführen. Im antiken Rom wurde der Faustkampf vor allem bei Gladiatorenkämpfen (Lederriemen mit Metalldornen), der Caestus vorgeführt. Es lässt sich jedoch nicht genau festlegen, wie alt der Faustkampf wirklich ist, da aus 7000 Jahre alten Darstellungen hervorgeht, dass auch ähnliche Kämpfe zu jener Zeit ausgetragen wurden.

Boxen im heutigen Stil, kennt man aus dem 17. und 18. Jahrhundert aus England. Im Jahre 1681 organisierte der Herzog von Albemarle den ersten schriftlich belegten Kampf. Seit 1698 wurden im Londoner Königstheater regelmäßige Boxveranstaltungen durchgeführt.

Seit 1892 kämpfte man nach den sogenannten Queensberry-Regeln. Wobei es damals sehr viele Regeln noch nicht gab. Wurde zum Beispiel ein Niederschlag erzielt, konnte man den aufstehenden Boxer sofort wieder niederschlagen. Heute muss er in die neutrale Ecke. Erst nach dem 2. Weltkrieg dachte man daran den am Boden liegenden Boxer bis 8 anzuzählen. Heute wird auch mit Handschuhen von 8 oder 10 Unzen gekämpft, früher hingegen mit 4 bis 6 Unzen. Solche Regeländerungen werden aber nicht als neues Regelwerk aufgefasst. Daher sagt man, dass noch immer nach den Queensberry-Regeln gekämpft wird, selbst wenn der Kampfablauf heute ein anderer ist.

 



Grundregeln:

Beim Boxen sind nur Schläge mit der geschlossenen Faust erlaubt. Alle anderen Schläge mit anderen Körperteilen werden nicht anerkannt und als Foul gewertet. Das kann zu einer Ermahnung oder sogar zur Disqualifikation führen. Ein Schlag wird als solcher anerkannt, wenn der Treffer auf der Vorderseite des Kopfes, des Halses, des gesamten Korpus bis zur imaginären Gürtellinie am Bauchnabel oder auf den Armen landet. Schläge unter die imaginäre Gürtellinie werden als Foul gewertet.
Keine Punkte bekommt man, wenn man den Handschuh oder die Arme trifft, da dies als Abwehrhaltung gilt.


Boxring:

Der Boxring ist quadratisch und hat ein Länge zwischen 488 cm und 732 cm. Der Standard-Boxring besitzt ein Länge von 610 cm, wird von drei oder vier Seilen umspannt und der Bodenbereich außerhalb der Seile muss mindestens 50 cm betragen.


Altersklassen:

  • Schüler C - 6 bis 8 Jahre
  • Schüler B - 8 bis 10 Jahre
  • Schüler A - 10 bis 12 Jahre
  • Junioren - 12 bis 14 Jahre
  • Kadetten - 14 bis 16 Jahre
  • Jugend - 16 bis 18 Jahre
  • Männer - 19 Jahre
  • Frauen - 19 Jahre


Punktevergabe:

  • Ten-Point-Must-System:
    Das „Ten-Point-Must-System“ ist die heute übliche Art der Notation einer Punktentscheidung im Profiboxen. Dabei bekommt der Sieger der Runde zehn Punkte, der Verlierer in der Regel neun, bei einem erlittenen Niederschlag in aller Regel acht, bei zwei erlittenen Niederschlägen sieben. Falls eine Runde unentschieden gewertet wird, erhalten beide Boxer zehn Punkte. Verwarnungen werden erst nach Ende des Kampfes vom Punktekonto abgezogen.

  • Wofür bekommt ein Boxer Punkte:
    Klare Treffer - bei weitem der wichtigste Maßstab. Das Problem hierbei ist, dass es nicht nur um die Anzahl der Treffer geht, sondern auch um die Qualität: hinterlässt ein Treffer eindeutig Schlagwirkung, bringt dies dem schlagenden Boxer fast immer die Runde.
    Effektive Aggressivität - dazu gehört auch Aktivität. Wenn beide Boxer keine klaren Treffer landen, gewinnt der aktivere Boxer die Runde.
    Ring Generalship - schwer übersetzbarer amerikanischer Ausdruck, „Überlegenheit im Ring/Ringbeherrschung“ (boxerische Fähigkeiten, Cleverness, Ringstrategie)
    Verteidigung

  • Extrapunkte bzw. Abzugspunkte des Gegners:
    Bei Niederschlägen - Erkennt der Ringrichter den Niederschlag und zählt den Gegner an, so erhält der Boxer nicht nur die Runde (10 zu 9), sonderen bekommt auch noch einen extra Punkt (10 zu 8).
    Verwarnungen - Begeht ein Boxer ein Foul, so können ihm Punkte abgezogen werden, was der Ringrichter zu entscheiden und den Punktrichtern anzuzeigen hat.


Kampfabbruch:

Steht der Boxer in den gezählten 10 Sekunden nicht mehr auf, so ist der Kampf durch ein Knokout (KO) entschieden. Gibt einer der Boxer den Kampf auf, so nennt man das einen technischen Knockout (TKO).
Ein weiterer Abbruchfaktor ist, die Disqualifikation. (z.B. Beissen, Treten, absichtlicher Kopfstoß, Nachschlagen oder wiederholtes Ausspucken des Mundschutzes)

 
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