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Judo

Judo (dt. sanfter Weg) ist eine japanische Kampfsportart, deren Prinzip „Siegen durch Nachgeben” beziehungsweise „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand” ist.

Vorläuferformen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts extra für den Wettkampf angepasst. Das bedeutet, dass viele ursprüngliche enthaltene Waffen-, Tritt- und Schlagtechniken entfernt wurden, um aus einer Kunst der Selbstverteidigung, eine ganzheitliche Lehre für Körper und Geist zu machen. Die verbliebenen Techniken sind hauptsächlich Würfe, Halte-, Hebel- und Würgetechniken.
Judo ist nicht ausschließlich ein Weg der Leibesererziehung, sondern darüber hinaus auch eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung.

Traditionell tragen Judoka eine knöchellange weiße Baumwollhose und darüber eine halblange weiße Jacke aus Baumwolle, die durch einen farbigen Gürtel zusammengehalten wird. Um in Wettkämpfen die beiden Kontrahenten besser unterscheiden zu können, trägt bei internationalen Meisterschaften ein Judoka einen blauen Judogi. Ist dies nicht möglich, werden die Kämpfer durch einen zusätzlichen roten bzw. weißen Gürtel unterschieden. An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand eines Judoka erkennen.
Es gibt Schüler- und Meistergrade, wobei die Schülergrade vom weißen bis zum braunen Gürtl gehen und die Meistergrade bei dem schwarzen Gürtel anfangen.

 

Die Judo-Techniken lassen sich grob in vier Grundtypen einteilen:                            

  • Nage Waza – Wurftechniken
  • Ne Waza – Bodentechniken
  • Ukemi Waza – Falltechnik
  • Atemi Waza – Schlagtechniken (Nur in Kata)

Der Schwerpunkt des modernen Judosports liegt in der sportlichen Ertüchtigung und nicht unbedingt in der Selbstverteidigung.

 

Wettkampf:

Judo ist eine zwei Mann Kampfsportart. Ziel ist es, den Gegner mit bestimmten Taktiken kontrolliert auf den Boden zu bringen. Dabei ist es egal, welche Taktik man anwendet, solange man den Gegner so gut als möglich auf den Rücken wirft. Je besser der Gegener auf den Rücken fällt, desto besser fällt die Wertung aus. Natürlich kann es auch vorkommen, dass Würfe nicht so gut glingen und desshalb wird der Kampf in diesem Fall am Boden fortgesetzt. Wird der Gegner 25 Sekunden lang am Boden gehalten, bedeutet das den Sieg. Auch hier können bei kürzerer Haltezeit (am Boden) Punkte vergeben werden.



Punkteverteilung:

  • Ippon (Ganzer Punkt)
  • Waza-ari (halber Punkt)
  • Yuko (großer technischer Vorteil)

 

Einen ganzen Punkt erhält man:

  1. Bei einer Wurftechnik, wenn man den Gegner mit Kontrolle, Kraft und Schnelligkeit mit dem Rücken auf den Boden wirft.
  2. Wenn man den Gegner mindestens 25 Sekunden auf dem Boden hält.
  3. Wenn der Gegner aufgiebt oder disqualifiziert wird.
  4. oder zweimal einen Waza.ari gekommt.

 Einen halben Punkt erhält man:

  1. Bei einer Wurftechnik, die nur einen Teil  einer der drei Kriterien eines Ippon erfüllt (Rücken berührt nur teilweise beim Wurf den Boden).
  2. Wenn man den Gegner mindestens 20 Sekunden auf dem Boden hält.
  3. Wenn der Gegner mit 3 Shido bestraft wird (Ist ein Verstoß gegen die Wettkampfregeln, beim Ersten Regelverstoß bekommt der Gegner eine Verwarnung, für den 2. Regelverstoß bekommt der Gegner Punkte im Yuko, und bei dem 3. Regelverstoß bekommt der Gegner einen Waza-ari).

 Der technische Vorteil wird vergeben für:

  1. Eine Wurftechnik, bei der nur zwei Kriterien zutreffenen.
  2. Wenn der Gegner mindestens 15 Sekunden auf dem Boden gehalten wird.
  3. Wenn der Gegner mit 2 Shido bestraft wird.
 
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